Mein Backupkonzept

Mein Backupkonzept

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Heute möchte ich einmal vorstellen wie mein Backupkonzept aussieht.

Wir haben zwei Rechner im Haus. Natürlich sollen beide gesichert werden. Da aber selten beide gleichzeitg eingeschaltet sind, ist nicht nur eine gute Sicherung sondern auch eine Synchronisierung wichtig. Der erste Rechner ist der Rechner, der am häufigsten an ist. Über diesen Rechner wird auch das Backup realisiert. Mit diesem Rechner arbeite hauptsächlich auch ich selbst.

Bei einem Backup sind ein paar Dinge einfach unerlässlich.

  1. Das Backup muss automatisch und regelmäßig erfolgen.
  2. Es muss im Notfall leicht wiederherzustellen sein.
  3. Es muss die eigenen vier Wände verlassen um einen Schutz vor Diebstahl und Katastrophen wie Feuer oder Hochwasser zu überstehen, und
  4. das Backup sollte auch verschlüsselt sein, um zu verhindern dass Unbefugte Zugriff auf die Daten erhalten.

 

Um große Datenmengen regelmäßig einfach außer Haus zubringen, bieten sich die diversen Cloudspeicherdienste an. Dropbox, Google Drive, Onedrive und wie sie alle heißen. Welchen man hier wählt ist eigentlich fast egal. Jeder hat hier bestimmt seine Präferenzen. Vom Preis her ist der Unterschied meistens gering. Ich habe mich für Onedrive entschieden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der Preis ist mit 2 Euro für 100 GByte recht günstig gewesen. Diese Größe reicht für meine Daten auch aus. Sollte ich mal ein neues Office oder mehr Speicher benötigen bietet sich dann auch Office 365 an. Hier bekommt man für 100 Euro im Jahr für 5 Personen im Haushalt Office und jeweils 1 TByte Speicher. Das ist sehr günstig – vorausgesetzt man braucht den Speicher und hat entsprechend viele Benutzer, die das auch benötigen. Office alleine kostet ja schon einen Batzen. Der Hauptgrund für mich war allerdings, dass Musik, die in Onedrive abgelegt, wird auf meinem Handy zum Streaming bereit steht. So brauche ich kein extra Musikstreaming. Leider hat Microsoft zwischenzeitlich das Preismodell geändert. Für mich macht es derzeit noch keinen Unterschied aber ggf. werde ich den Anbieter dann doch irgendwann wechseln.

Damit nicht alle Daten ungeschützt in der sogenannten Cloud liegen (das würde ich wirklich nicht machen, aber es soll ja Leute geben denen das egal ist), habe ich mir Boxcryptor zugelegt. Boxcryptor ist kostenlos wenn man nur mit bis zu zwei Geräten auf den Cloudspeicher zugreift. Ansonsten zahlt man überschaubare 32 Euro im Jahr. Boxcryptor klinkt sich als weiteres Laufwerk in Windows ein und bindet eine große Auswahl an Cloudspeicherdiensten ein. Meine komplette Dateiablage habe ich in dieses Boxcryptorlaufwerk verschoben. Ausgenommen die mp3s. Die liegen unverschlüsselt im Onedrive, sonst könnte ich sie ja nicht streamen. Boxcryptor verschlüsselt nun alle Dateien und Ordner (optional auch die Datei- und Ordnernamen) vollkommen transparent für den Benutzer. Die Daten werden dann ohne weiteres Zutun von Onedrive in die Cloud geladen. Schaut man sich den Inhalt des Onedrive ohne über das Boxcryptorlaufwerk zu gehen an, sieht man nur sinnlosen Matsch. Somit haben wir schon ein Ziel erreicht: Ich habe ein verschlüsseltes Backup außer Haus. Durch den Cloudspeicher habe ich sogar von beliebigen anderen Orten Zugriff auf meine Daten. Boxcryptor gibt es nämlich auch als portable Anwendung für den USB Stick und für Smartphones als App.

Natürlich reicht es nicht die Daten nur in die Cloud zu schubsen. Was ist, wenn der Anbieter seine Pforten schließt? Oder ein Virus den Rechner befällt und alle Dateien löscht? Oder ganz simpel: man löscht selbst versehentlich etwas und bemerkt es zu spät.

Ich habe deshalb zwei Festplatten per USB 3 an meinen Rechner angeschlossen. Platte Nummer 1 ist immer eingeschaltet. Über NovaBackup lasse ich täglich ein differentielles Backup erstellen, das sich auch verschlüsseln lässt. So kann ich, sollte es notwendig sein auf ältere Versionen von Dokumenten zugreifen oder gelöschte Dokumente wiederherstellen.

Die zweite Platte wird nur Sonntags von mir eingeschaltet (hier weiche ich dann etwas vom vollautomatischen Backup ab) und es wird ein Backup ebenfalls über NovaBackup erstellt. Danach schalte ich die Platte wieder aus. So vermeide ich es, dass ein bösartiger Virus meinen Rechner und die Backupfestplatte in einem Rutsch platt macht.

Wie sichere ich nun die Dateien des zweiten Rechners? Dieser Rechner gehört meiner Frau. Auch hier werden die Dateien in einem über Boxcryptor gesicherten Onedrive abgelegt. Der Onedriveordner meiner Frau ist für mich freigeben und so landen die Dateien dann auch wieder auf meinem Rechner, wo sie mit meinen Daten gesichert werden. Will sie an meinem Rechner arbeiten, hat sie hier dann auch immer ihre Daten über Onedrive griffbereit.

3 Antworten

  1. Vielen dank für den tollen Artikel und die ausführliche Information. Die Informationen sind ziemlich hilfreich.

    Gruß Anna

  2. Gibt es eine automatische Routine, um alle Dateien auf das Boxcytor-Laufwerk zu bewegen? Sprich: Kopiere alle Dateien alle X Wochen dort hinüber? Oder geschieht das manuell?

  3. Hallo,
    die Dateien liegen bei meinem Konzept immer auf dem Boxcryptorlaufwerk. Das ist einfach der Ort an dem alles abgespeichert wird. Automatisch erfolgt dann „nur“ das tägliche und wöchentliche Backup auf externe Laufwerke.

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